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Eine erst kürzlich veröffentliche Studie des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg/Saar unter der Leitung von Dr. med. Christian Werner hat gezeigt,”Wer sich aber längere Zeit mit Ausdauertraining fit hält,
verlangsamt den Alterungsprozess der Zellen seines Blutgefäßsystems.”
Eine wichtige Rolle beim Alterungsprozess von Zellen spielen die Chromosomenenden, die als Telomere bezeichnet werden. Für diese Entdeckung erhielten drei amerikanische Forscher erst kürzlich den Medizin-Nobelpreis
2009. Sie zeigten wie Chromosomen durch Telomere und das Enzym Telomerase geschätzt werden.
Dr. Christian Werner konnte in seiner Untersuchung an Sportlern und sportlich nicht aktiven Menschen zeigen, dass regelmäßiger Ausdauersport das Enzym Telomerase in den Blutzellen aktiviert.”Dieser Effekt tritt
bereits bei jungen Athleten auf und setzt sich bis in höhere Altersgruppen fort. Während sich bei älteren Nicht-Sportlern - als Ausdruck des Zell-Alterungsprozesses -deutlich verkürzte Telomere fanden, war die
Telomer-Länge bei den älteren Sportlern messbar weniger verkürzt und damit”konserviert”.
Die von Dr. Christian Werner vorgelegten Forschungsergebnisse an jungen und älteren Athleten sowie an nicht-sportlichen Kontrollpersonen helfen zu erklären, welche molekularen Mechanismen hinter den positiven
Effekten von Ausdauersport auf das Herz- Kreislauf-System stehen. Sie sind für die Vorsorge von Herz-Kreislauf- Erkrankungen hochrelevant, da das Altern der Hauptrisikofaktor für deren Entstehung ist.”so Prof. Dr.
med. Hellmut Oelert.
“Der Alterungsprozess des Menschen ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen. “Aging” auf der Ebene der Zelle führt zu Funktionsverlust, Wachstumsarrest oder Zelltod. Ein wichtiger
Regulator der Zellalterung sind die Telomere, die an den Enden der Chromosomen die Erbinformation schätzen. Sie werden bei jeder Zellteilung kürzer, und unter einer kritischen Telomerlänge zeigen die Zellen
Alterserscheinungen. Die Telomerase wirkt der Telomerverkürzung entgegen. Körperliches Training hat positive Effekte im Herz-Kreislaufsystem, führt zu einer besseren Belastbarkeit und günstigen Wirkungen auf den
Stoffwechsel und wirkt sich auch gut auf das Gemüt aus. Die molekularen Mechanismen von Sport sind nur unzureichend erforscht.
Das vorliegende Projekt untersucht den Zusammenhang von Telomerbiologie und Ausdauersport im Menschen. Die zentrale Hypothese der Studie lautet, dass durch langjährige, regelmäßige Ausdauerbelastung im Menschen
Telomerlänge und Telomeraseaktivität sowie weitere die Telomere und den Zellzyklus regulierende Faktoren günstig beeinflusst werden. In Kooperation mit der Sporthochschule wurden von über 100 jungen und älteren
Ausdauersportlern und vom Alter passenden, unsportlichen Kontrollpersonen Leukozyten aus dem Blut isoliert. Die Leukozyten spiegeln Alterungsprozesse in der Gefäßwand wider.
Die Experimente zeigen eine Hochregulation Telomer-stabilisierender Proteine in den Sportlern. Ferner legen Untersuchungen des Erbgutes der Leukozyten nahe, dass die altersbedingte Telomerverkürzung in den älteren
Kontrollen wie erwartet nachweisbar ist, während sie in den älteren Ausdauerathleten deutlich reduziert ist.
Das Ziel dieses Forschungsprojektes - in einer wissenschaftlichen Kooperation der Inneren Medizin III - Kardiologie und des Instituts für Sport- und Präventivmedizin - ist die weitere Entschlüsselung der molekularen
Mechanismen von Sport. Diese Fragestellung ist mechanistisch von großer Bedeutung für die Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen.”
Quelle: Pressemitteilung
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